Die Steinsuppe

Ein Fremder kommt in ein Dorf, das unter großer Belastung und starkem Stress leidet. Es gibt nicht genug zu essen und die Menschen haben sich voneinander entfernt und kümmern sich nur noch um sich selbst. Der Fremde schafft es, sich einen Kochtop zu borgen und beginnt täglich eine Suppe zu kochen. Er beginnt mit einer magischen Zutat, einem Stein, einem Knopf oder gar einem Nagel. Die Leute im Dorf beginnen mit der Zeit sich dafür zu interessieren, was er da macht und jeder kommt zu ihm, um heimlich einen Blick in den Top zu erhaschen. "Ah, die Suppe wird gut", sagt er eines Vormittags. "Aber es wäre wunderbar, wenn ich noch eine besondere Zutat hätte, vielleicht eine Kartoffel..." Dies sagt er an eine Besucherin gewand, die sogleich nach Hause eilt, gespannt ob sie die Suppe später kosten würde. "...eine Karotte..." sagt er zu einem anderem. Später noch "... einen Kohlkopf..." und dann "...ein paar Bohnen...". Und schon bald bringen all die schüchternen Leute des Dorfesdie Zutatetn und stehen um den Top herum, in dem nun lauter guter Sachen schwimmen - genug für alle. Sie essen zusammen. Es wird sogar ein wenig musiziert und getanzt. Die Feier ging die ganze Nacht und am nächsten Morgen war noch reichlich übrig. Der Fremde aber war schon fort und mit einer magischen Zutat auf dem Weg ins nächste Dorf.


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